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Wie man eine Website für ein Möbelgeschäft erstellt

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Wenn ein Möbelhändler erkennt, dass es an der Zeit ist, Kunden über das Internet zu gewinnen, stellt sich die Frage, wie man eine Website für ein Möbelgeschäft möglichst schnell und professionell erstellt. Genau darüber berichte ich hier. Unser Team von Solarweb ist auf die Vermarktung großer Möbelhersteller und -händler spezialisiert – deshalb werden Sie von den Erfahrungen profitieren, die ich im Folgenden teile.

Die Entwicklung ist einer der schwierigsten Schritte im Online-Marketing. Programmierer haben ihre eigene Vorstellung von der idealen Website, SEO-Spezialisten sehen es anders, und Marketer wollen wieder etwas ganz anderes. Und oft kommt noch das Budget ins Spiel – coole, groß angelegte Online-Projekte gibt es eben nicht zum Schnäppchenpreis.

Im Folgenden gehe ich auf die grundlegenden Aspekte ein und zeige Ihnen interessante Tricks, die Ihnen bei der Erstellung eines Online-Shops nützlich sein werden.

Besonderheiten der Möbelbranche

Unsere umfangreiche Expertise in der Vermarktung von Möbel-Onlineshops hat es mir und meinem Team ermöglicht, bestimmte Besonderheiten dieser Branche herauszuarbeiten. Diese muss man klar verstehen, um zu wissen, nach welchen Regeln in diesem Markt gespielt wird.

4 Besonderheiten bei der Vermarktung von Möbel-Websites:

  • starker Wettbewerb in den Suchmaschinen um die wichtigsten Keywords;
  • die Notwendigkeit, das Sortiment regelmäßig zu erweitern und zu aktualisieren, da viele Artikel nur als Einzelstück vorhanden sind – wobei es in dieser Branche nicht nur darum geht, den Content aktuell zu halten, sondern ihn auch laufend für Suchmaschinen zu optimieren;
  • Schwierigkeiten bei der Messung der Website-Conversion – ein Kunde hinterlässt vielleicht keine Online-Anfrage, sieht aber die Showroom-Adresse auf einer der Seiten und kommt persönlich zum Einkaufen vorbei;
  • Hunderte, manchmal sogar Tausende erstellte Seiten auf der Website.

All diese Besonderheiten sind wichtig bei der Entwicklung einer Online-Marketing-Strategie und beim Übergang zur Phase der Website-Entwicklung.

Plattformwahl für eine Möbel-Website

Wenn das Unternehmen keine strengen Budgetvorgaben hat und die Effektivität des Online-Projekts an erster Stelle steht, kann man eine individuell programmierte Website erstellen. Bei korrekter Umsetzung arbeitet sie schneller als CMS-basierte Projekte. Individuell programmierte Websites sind nicht mit überflüssigen Funktionen überladen und enthalten keine Erweiterungen, die in Ihrer konkreten Situation nicht benötigt werden.

Manche CMS-Systeme locken unerfahrene Nutzer damit, dass sie technische Möglichkeiten wie bei einem Flugzeug bieten. Es gibt da nur einen wichtigen Haken – all diese vielfältigen Funktionen belasten die Website, ohne sich dabei oft positiv auf die Conversion auszuwirken.

Wenn das Unternehmen finanzielle Engpässe hat, ist es besser, einige Tausend Dollar nicht für überflüssige Kosten einer Individualentwicklung auszugeben, sondern in Online-Werbung zu investieren. Das ermöglicht es, die Investition schnellstmöglich zurückzugewinnen und bereits Geld zu verdienen.

Den meisten Kunden, die kein praktisch unbegrenztes Budget haben, empfehle ich, einen Möbel-Onlineshop auf einem CMS zu erstellen. Das ist relativ günstig und unkompliziert – sowohl bei der anfänglichen Entwicklung als auch bei späteren technischen Änderungen.

Es gibt viele Systeme, auf denen man Websites aufbauen kann, aber ich halte OpenCart für das flexibelste und universellste CMS für Online-Shops.

Dezentes Design

Worüber man sich definitiv keinen Kopf machen muss, sind bunte Bildchen und allerlei grafische Elemente, um die Seiten zu „verschönern”.

Die Besonderheit der Branche besteht darin, dass Möbel selbst bereits ein Designobjekt sind. Das Ziel des Website-Designs ist es in diesem Fall, den visuellen Fokus auf die angebotenen Produkte zu legen – und nicht auf nebensächliche Elemente des Webdesigns.

Verwenden Sie keine aufdringlichen Banner. Anstelle von knallbunter Grafik gestalten Sie die Webseiten in Pastelltönen. Lenken Sie die Aufmerksamkeit der Nutzer auf das, was Sie verkaufen.

Organisation des Katalogs/der Struktur eines Möbelshops

Wir analysieren ständig den Möbelmarkt. Jede Analyse zeigt, dass die meisten Wettbewerber unseren Projekten in Sachen Gruppierung der Website-Bereiche deutlich unterlegen sind. Für alle relevanten Suchbegriffe der Marke müssen entsprechende Produktkategorien und indexierte Filter angelegt werden.

Es gibt Situationen, in denen es sinnvoll ist, ein langes Keyword in mehrere Teile aufzuteilen und für jeden Teil einen eigenen Bereich anzulegen. Zum Beispiel lässt sich das Keyword „Einbau-Schiebeschrank fürs Schlafzimmer” in drei Teile aufteilen: [Schiebeschrank], [Einbau], [fürs Schlafzimmer] – und jeden davon in der Struktur bearbeiten. Viele Wettbewerber machen nichts Vergleichbares, weshalb genau dieser Ansatz Ihnen helfen wird, einen Schritt voraus zu sein.

Besonderheiten bei der Katalog-/Strukturorganisation von Möbel-Onlineshops:

  • betrachten Sie dieses Thema nicht nur aus Ihrer eigenen Logik, sondern berücksichtigen Sie auch den SEO-Ansatz – wie suchen die Leute im Internet nach Ihren Produkten;
  • für Ziel-Keywords müssen eigene Kategorieseiten und indexierte Profile erstellt werden;
  • berücksichtigen Sie wichtige Keyword-Gruppen (manchmal ist es sinnvoll, ein Keyword in mehrere Bestandteile aufzuteilen);
  • wenn es sogar Websites mit offensichtlich mangelhafter Struktur in die Top-Ergebnisse schaffen, haben Sie bei richtigem Vorgehen beste Chancen, deren Platz einzunehmen.

Ich weiß, dass Sie nicht nur Theorie mögen, sondern echte Beispiele – deshalb hebe ich eine gelungene Katalogumsetzung von IKEA hervor. Was macht sie so besonders?

IKEA unterteilt Kategorien nach Produktarten (Betten, Sofas, Tische usw.), Räumen (Schlafzimmer, Küche, Bad u.a.) und Herstellern (Lerom, Schatura und andere). So kann die Zielgruppe sofort finden, was sie braucht, weil die Navigation einfach und bequem ist.

Benutzerfreundliche Produktoptionen

Möbel sind eine Produktkategorie mit einer enormen Vielfalt an Eigenschaften. Käufer möchten dieses Produkt individuell an das Interieur-Design, die Raumverhältnisse und persönliche Vorlieben anpassen.

Geben Sie den Leuten die Möglichkeit, Farbe, Material, Maße und Zusatzelemente auszuwählen. Das spart den Verbrauchern Zeit und bringt Ihnen ein Plus bei der Reputation.

Wichtig ist, dass sich bei jeder Konfigurationsänderung auch der Endpreis des Produkts anpasst.

Die oben genannten Maßnahmen ersparen den Käufern, den Kundenbetreuer anrufen oder manuell Kommentare mit persönlichen Wünschen zur Bestellung hinzufügen zu müssen. Kunden können mit ein paar Klicks die optimalen Produktparameter auswählen und erhalten sofort genaue Informationen darüber, was ihre Bestellung kostet.

Manche Unternehmen lösen das Problem auf die einfachste Art – sie veröffentlichen Informationen über verfügbare Farben und Materialien in Form einer nicht-interaktiven Tabelle. Das ist besser als gar nichts, aber es wirkt unprofessionell und ist für die Nutzer unbequem, da es sie mit schlecht strukturierten Informationen überfrachtet.

Ein Kompromiss wäre, die verfügbaren Konfigurationen als Liste darzustellen, sodass sich beim Klick auf eine Option sofort auch der Preis anpasst.

Hier noch ein paar Tipps für benutzerfreundliche Funktionen:

  • leiten Sie die Nutzer nicht für zusätzliche Informationen auf Hersteller-Websites weiter, wenn Sie einen Händler-Shop betreiben;
  • bieten Sie die Auswahl von Stoffen und Farben direkt auf der Produktseite an;
  • ein hervorragendes Tool zur Steigerung der Anfragen ist ein Konfigurator, der bei der Farbauswahl diese direkt auf das Möbelstück überträgt (so kann der Nutzer anschaulich sehen, wie das Produkt im gewählten Farbton aussieht).

Qualität der Produktfotos

Die Zielgruppe von Möbel-Onlineshops wählt Produkte gerne danach aus, wie attraktiv sie auf den Bildern aussehen. Natürlich spielt der funktionale Nutzen weiterhin eine Rolle, aber zuerst kommt die visuelle Wahrnehmung ins Spiel – der Kunde sieht, wie das Produkt auf dem Bild aussieht, und vertieft sich erst danach in die technischen Details.

Ein und dasselbe Objekt kann auf zwei verschiedenen Bildern völlig unterschiedlich wirken. Statistiken zeigen, dass hochwertige Fotos und eine geschickte Platzierung der beworbenen Produkte in einem Interieur-Setting auf dem Foto sich positiv auf die Conversion auswirken.

Ergänzende Produkte

Fügen Sie zur Produktseite ergänzende Artikel hinzu, die der Nutzer zusätzlich kaufen kann. Der Kunde wählt ein Bett aus? Geben Sie ihm die Möglichkeit, mit einem Klick auch noch eine Matratze oder einen passenden Nachttisch in den Warenkorb zu legen.

Ergänzende Produkte sind ein einfacher Weg, den durchschnittlichen Bestellwert zu erhöhen. Steigern Sie das Interesse an einem kombinierten Kauf noch weiter mit einem zusätzlichen Rabatt oder Geschenk.

Die größte Herausforderung liegt in der richtigen Zusammenstellung der angebotenen Sets. Alles muss manuell eingerichtet werden. Und wenn man unpassende Zusatzprodukte vorschlägt, bringt dieser Block keinen Nutzen. Jemand, der ein Sofa fürs Wohnzimmer kauft, wird sich wohl kaum gerade jetzt für eine Gartenbank interessieren.

Transparente Lieferbedingungen

Stärken Sie das Vertrauen in Ihr Unternehmen, indem Sie die Lieferbedingungen offen und ehrlich kommunizieren. Ja, dieser Bereich hat viele Besonderheiten – kein fester Transportpreis, Abhängigkeit von den Abmessungen, zusätzliche Schwierigkeiten beim Tragen in obere Stockwerke.

Eine radikale Lösung wäre es, kostenlose Lieferung anzubieten und die zusätzlichen Kosten in den Endpreis einzurechnen. Aber das hängt von Ihrer Marketingstrategie und der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit dieser Entscheidung für Ihr Unternehmen ab.

Den Prozess der Lieferberechnung vereinfacht eine Integration mit Online-Diensten von Transportunternehmen. Dadurch kann der Nutzer ein Lager in seiner Stadt auswählen oder eine Lieferberechnung für eine bestimmte Adresse erhalten.

Zusätzliche Vorteile

Showrooms

Selbst die besten Fotos können nicht alle Vorteile eines bestimmten Möbelstücks vollständig vermitteln. Wenn Sie einen Showroom oder ein Lager haben, wo potenzielle Kunden die Ware live ansehen können, erwähnen Sie das auf der Website. Ideal wäre es, wenn Sie nicht nur die Adresse angeben, sondern auch eine Online-Karte einbinden – zum Beispiel über Google Maps oder 2GIS.

Neben der Beschreibung des Showroom-/Lager-/Ladenstandorts können Sie sich auch etwas Besonderes einfallen lassen. Zum Beispiel bietet der Online-Shop Pufetto seinen Nutzern einen kostenlosen Taxitransfer von jedem Punkt der Stadt zu ihrem Showroom an.

Ratenzahlung und Kredit

Ein Wettbewerbsvorteil für Möbel-Onlineshops kann die Möglichkeit sein, Produkte auf Raten oder auf Kredit zu kaufen. Wenn Sie Ihren Nutzern diese Option anbieten können, bereiten Sie unbedingt einen verständlichen Text mit den Kredit- und Ratenzahlungsbedingungen vor. Um die Ratenzahlung/den Kredit schnell und einfach in die Website-Funktionalität einzubinden, nutzen Sie spezielle Integrationsdienste.

Dieser Artikel hat Ihnen geholfen, die Besonderheiten bei der Erstellung eines Möbel-Onlineshops zu verstehen. Wenn Sie Hilfe bei der Umsetzung der oben genannten Funktionen benötigen, melden Sie sich gerne. Ich teile mit Ihnen gerne die Kontakte bewährter Entwickler, die uns dabei helfen, große Möbelunternehmen erfolgreich online zu vermarkten.

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